Linie 235 in Recklinghausen
✦ KI-Zusammenfassung
Die Beschlussvorlage 02/108 befasst sich mit dem Antrag der Stadt Recklinghausen auf die vollständige Einrichtung der Buslinie 235, wie sie im Nahverkehrsplan vorgesehen ist. Ein Teilabschnitt der Linie, der den Hauptbahnhof über das Wohngebiet Quellberg mit dem Stadion Hohenhorst verbindet, ist bereits seit Januar 2003 in Betrieb. Die Stadt Recklinghausen strebt die vollständige Umsetzung der ursprünglichen Linienführung an.
Die Kreisverwaltung und die Vestische Straßenbahnen GmbH lehnen die Ausweitung des Angebots ab. Als Begründung werden die geringen Fahrgastzahlen auf dem bisher betriebenen Abschnitt sowie die wirtschaftliche Situation angeführt. Die Linienerfolgsrechnung für das Jahr 2004 weist für den aktuellen Teil der Linie 235 ein Defizit von rund 300.000 Euro aus. Ein vollständiger Betrieb würde den jährlichen Betriebsaufwand um etwa 200.000 Euro erhöhen, wobei die zusätzlichen Einnahmen deutlich unter diesem Betrag lägen. Ein Gutachten empfiehlt zudem, die Linie 235 einzustellen und die Anbindung des Wohngebietes Quellberg durch geänderte Verläufe bestehender Linien sicherzustellen.
Da es sich um Ortsverkehr handelt, ist für eine solche Entscheidung das Einvernehmen mit der Stadt Recklinghausen erforderlich. Da die Verwaltung einen anderen Weg als die Stadt vorschlägt, liegt kein Einvernehmen vor. Sollte der Kreistag jedoch der Stadt Recklinghausen zustimmen, müssten die zusätzlichen Kosten zur Hälfte über die allgemeine Kreisumlage und die ÖPNV-Umlage finanziert werden, was eine anteilige Beteiligung aller kreisangehörigen Städte zur Folge hätte.
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