Gewerbe-/Industrieflächen in der Emscher-Lippe-Region: Bestand, Potenzial, Nachfrage und Priorisierung
✦ KI-Zusammenfassung
Der Landrat legte dem Ausschuss für Wirtschafts- und Strukturpolitik eine Berichtsvorlage zur Situation der Gewerbe- und Industrieflächen in der Emscher-Lippe-Region vor. Die Vorlage basiert auf einer Vereinbarung zwischen dem Regionalen Aufsichtsrat der Emscher-Lippe-Region und dem Landesministerium, ein Konzept zur Darstellung von Bestand, Potenzial, Nachfrage und Priorisierung von Flächen zu erarbeiten. Die Federführung für diese Ausarbeitung liegt bei der Stadt Marl, der WiN Emscher-Lippe GmbH und dem Kreis Recklinghausen.
Die Erhebungen verdeutlichen, dass die Region bei verfügbaren und vermarktbaren Flächen auf einen Engpass zusteuert. Für die nächsten zwei Jahre stehen etwa 172 Hektar zur Vermarktung bereit, während das theoretische Potenzial darüber hinaus 341 Hektar umfasst. Dabei weist rund 79 Prozent der Flächen Sanierungsbedarf auf, was eine eigenwirtschaftliche Entwicklung erschwert. Zudem sind lediglich 11 Prozent der Flächen als Industriegebiete ausgewiesen, wobei keine Nettoflächen über 10 Hektar in dieser Kategorie vorhanden sind.
Der jährliche Bedarf an Flächen wird auf etwa 85 Hektar Brutto geschätzt, während aktuell rund 50 Hektar vermarktet werden. Besonders gefragt sind Flächen für Produktion, Industrie und Logistik. Neben regionalen Flächen werden überregionale Projekte wie der newPark sowie Erweiterungen im Bereich der Chemieparks als bedeutsam eingestuft. Die Flächen werden zur weiteren Planung in fünf Kategorien unterteilt, um die Entwicklung und Vermarktung entsprechend der jeweiligen Profile zu steuern. Der Ausschuss nahm den Bericht zur Kenntnis.
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