Mittelstands- und Gründerregion; hier: Stand und Perspektiven der mittelstandsfreundlichen Verwaltung im Kreis Recklinghausen
✦ KI-Zusammenfassung
Der Kreis Recklinghausen hat die Ergebnisse des Projekts „Mittelstandsfreundliche Verwaltung“ abgeschlossen, an dem die Kommune von Juli 2001 bis Ende 2004 als eine von zwölf Modellkommunen des Landes Nordrhein-Westfalen teilnahm. Ziel der Initiative war die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem Mittelstand und der Verwaltung.
Das Projekt gliederte sich in drei Phasen. In der ersten Phase wurden eine Kommunikationsplattform im Internet sowie Veranstaltungsreihen zur Sensibilisierung für die Belange der Unternehmen etabliert. Die zweite Phase konzentrierte sich auf das Leuchtturmprojekt „Gütesiegelgemeinschaft Serviceversprechen Mittelstand“ (GSM). Hierbei wurden für die zehn kreisangehörigen Städte und den Kreis verbindliche Qualitätsstandards in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Bauordnung und Gewerbemeldung definiert. Ein externer Zertifizierer prüfte die Einhaltung dieser elf Serviceversprechen, wobei die Zertifizierung im April 2005 erfolgreich abgeschlossen wurde. Die dritte Phase umfasste mittelfristige Maßnahmen wie das Internetportal „regioplaner.de“ sowie ein Marketingkonzept.
Zusätzliche Maßnahmen des Kreises umfassen das Regionale Genehmigungsmanagement, die Einführung eines einheitlichen Handwerkerparkausweises sowie ein Ausschreibungsportal. Eine Evaluation der Maßnahmen durch Unternehmensbefragungen zeigt, dass sich die Zufriedenheit der Adressaten mit der Verwaltung von einer Note 3,5 auf 2,9 verbessert hat. Insbesondere in den Bereichen Bauvorhaben, Gewerbemeldung und Gewerbeflächen konnten positive Entwicklungen verzeichnet werden. Der Ausschuss für Wirtschafts- und Strukturpolitik hat den Bericht zur Kenntnis genommen.
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