Sachstandsbericht WASAG-Gelände in Haltern am See
✦ KI-Zusammenfassung
Die Berichtsvorlage 2019/117 informiert über den aktuellen Sachstand zum WASAG-Gelände in Haltern am See. Das Areal der ehemaligen Sprengstofffabrik weist Rüstungsaltlasten im Boden und im Grundwasser auf, die unter anderem die Nutzung des Grundwassers in der Umgebung einschränken. Da die Bundesrepublik Deutschland laut höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht als Verursacherin haftbar gemacht werden kann, hat der Kreistag beschlossen, die rund 210 Hektar großen Grundstücke der Sythengrund Wasagchemie Grundstücksverwertungsgesellschaft mbH für einen Kaufpreis von einem Euro zu erwerben. Ziel ist es, durch die ökologische Aufwertung von Waldflächen sowie die gewerbliche Nutzung von Teilflächen Einnahmen zur Finanzierung der Altlastensanierung zu generieren.
Die Grundstücksübergabe erfolgte vertragsgemäß zum 1. Juni 2019, nachdem die Stilllegung der Betriebsanlagen durch die beteiligten Unternehmen weitgehend abgeschlossen war. Seit dem Eigentumsübergang trägt der Kreis Recklinghausen die Verantwortung für die Unterhaltung und Verkehrssicherung des Geländes. Zur Umsetzung eines Konzepts für den Verwahrbetrieb wurde die Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH beauftragt.
Für die weitere Entwicklung wird eine konzeptionelle Rahmenplanung angestrebt, deren Ausschreibung durch die Verwaltung vorbereitet wird. Dabei sollen marktgängige Folgenutzungskonzepte erstellt werden, die den Erlös zur Sanierungsfinanzierung maximieren. Im Entwurf des Regionalplans ist zudem eine Fläche von etwa 25 Hektar für Bildungs- und Forschungseinrichtungen vorgesehen. Zudem wird die Entwicklung des Geländes im Kontext der Internationalen Gartenausstellung 2027 als Umweltzentrum betrachtet.
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