Aktualisierter Sachstand: Möglichkeiten der Flächenentsiegelung bei kreiseigenen Flächen
✦ KI-Zusammenfassung
Die Berichtsvorlage 2021/177 des Ausschusses für Klima, Nachhaltigkeit und Umwelt legt den aktuellen Sachstand zu Entsiegelungspotenzialen auf kreiseigenen Flächen im Kreis Recklinghausen dar. Basierend auf einer Auswertung von Luftbildern werden die Flächenbilanzen der kreiseigenen Grundstücke detailliert betrachtet. Von den rund 403.570 m² bebauten Flächen, die Verwaltungsgebäude und Berufskollegs umfassen, sind etwa 161.439 m² versiegelt. Hierbei entfallen 76.377 m² auf Dachflächen und 85.062 m² auf Außenflächen, die in die Kanalisation entwässern.
Ein grundsätzliches Entsiegelungspotenzial von etwa 59.000 m² wurde identifiziert, wovon rund 43.000 m² auf Parkplatzflächen entfallen. Die Verwaltung prüft für diese Flächen Maßnahmen wie Entsiegelung, Versickerung oder die Umwandlung von Flachdächern in Gründächer. Bei anstehenden Sanierungsprojekten, etwa an verschiedenen Berufskollegs, sollen Entwässerungs- und Begrünungsmaßnahmen in die Planung integriert werden. Zudem ist die Entsiegelung von etwa 5.000 m² Parkplatzflächen am Kreishaus im Rahmen eines Parkhausprojekts vorgesehen. Zur Finanzierung werden Förderprogramme des Bundes und der Emschergenossenschaft geprüft.
Im Bereich der Kreisstraßen und Radwege wird eine ressourcenschonende Ausbauplanung angestrebt, um zusätzliche Versiegelungen zu vermeiden. Parallel dazu wird die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie vorangetrieben, die Kernindikatoren wie Flächeninanspruchnahme und Klimafolgenanpassung umfasst. Ein geplantes Monitoring auf Basis von Satellitendaten soll zudem die räumliche Entwicklung der Versiegelung in der Region analysieren.
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