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Beschlussvorlage

Drogensubstitution - Gemeinsame Anfrage der CDU-, SPD- und FDP-Kreistagsfraktion zum Thema Drogensubstitution vom 12.11.2024

2025/171 20.11.2025 Ausschuss für Arbeit, Bildung, Gesundheit und Soziales

✦ KI-Zusammenfassung

Im Kreis Recklinghausen ist die Zahl der Ärztinnen und Ärzte, die eine Substitutionsbehandlung durchführen, von 25 im Jahr 2018 auf aktuell 19 gesunken. Ein erheblicher Teil dieser Fachkräfte ist mindestens 60 Jahre alt. Während in Städten wie Marl, Dorsten, Oer-Erkenschwick oder Recklingen noch mehrere Praxen zur Verfügung stehen, gibt es in Herten, Haltern und Waltrop derzeit keine substituierenden Ärzte. Da etwa 1.000 Patienten im Kreis versorgt werden müssen, erschwert die sinkende Anzahl an Behandlungsstellen eine wohnortnahe Versorgung, was zu längeren Anfahrtswegen führt.

Zur Bewältigung dieser Situation werden verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Dazu gehören die Ausweitung der Take-Home-Vergabe von Medikamenten, der Einsatz von Depot-Medikamenten zur Reduzierung der Besuchsfrequenz sowie die Einrichtung von Ambulanzen in Krankenhäusern oder Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Zudem wird eine verstärkte Kooperation zwischen der Ärzteschaft und dem Gesundheitsamt, etwa durch digitale Sprechstunden, sowie die Einbindung von Apotheken bei der Vergabe von Substitutionsmitteln geprüft.

Die vorliegende Beschlussvorlage sieht vor, den Bericht zur Drogensubstitution zur Kenntnis zu nehmen und einen Suchthilfeplan für den Kreis Recklinghausen zu erarbeiten. Dieser Plan soll die Vernetzung und Weiterentwicklung der Drogen-, Alkohol- und sonstigen Suchtberatung sicherstellen. Die Erarbeitung erfolgt durch den Fachdienst Gesundheit in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

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