Ergebnisse zur Kindergesundheit
✦ KI-Zusammenfassung
Die Berichtsvorlage 2026/099 des Ausschusses für Arbeit, Bildung, Gesundheit und Soziales legt aktuelle Ergebnisse zur Kindergesundheit im Kreis Recklinghausen dar. Die Daten basieren auf Schuleingangsuntersuchungen sowie der zahnärztlichen Gruppenprophylaxe.
Die demografische Entwicklung zeigt, dass die Zahl der unter sechsjährigen Kindern zwischen 2013 und 2022 um 29 Prozent auf 36.135 gestiegen ist, wobei seitdem ein moderater Rückgang zu verzeichnen ist. Der Anteil der Kinder mit ausländischer Staatsangehörigkeit stieg im betrachteten Zeitraum von 6 auf 16 Prozent. Die soziale Lage bleibt ein relevanter Faktor, da der Anteil armutsgefährdeter Kinder kreisweit zwischen 8 und 27 Prozent liegt.
Die Schuleingangsuntersuchungen für das Einschulungsjahr 2025 weisen darauf hin, dass 35 Prozent der Kinder nicht über ausreichende Sprachkenntnisse für den Grundschulunterricht verfügen. Zur Unterstützung werden Maßnahmen wie das Verfahren „Delfin 4“, die konzeptionelle Arbeit an „ABC-Klassen“ sowie Fortbildungen durch das Kommunale Integrationszentrum umgesetzt.
Im Bereich der Zahngesundheit ist ein Anstieg der Kariesprävalenz zu verzeichnen. Bei Grundschulkindern stieg dieser Wert von 46 auf 53 Prozent, bei Schülern in Förderschulen von 50 auf 55 Prozent. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der sozialen Lage und der Zahngesundheit: An Grundschulen mit hohem Sozialindex liegt die Kariesprävalenz bei 65 Prozent. Die Verwaltung weist darauf hin, dass die zahnärztlichen Angebote künftig verstärkt sozialräumlich und zielgruppenspezifisch ausgerichtet werden sollen.
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