Rüstungsaltlast „Ehemaliges Werksgelände der Wasagchemie Haltern-Sythen“
✦ KI-Zusammenfassung
Die Berichtsvorlage 2014/162 befasst sich mit den Altlasten auf dem ehemaligen Werksgelände der Wasagchemie in Haltern-Sythen. Seit dem Nachweis sprengstofftypischer Verbindungen im Grundwasser Anfang 1991 werden kontinuierlich Boden- und Grundwasseruntersuchungen durchgeführt. Während große Teile der Bodenbelastungen bereits saniert wurden, können verbleibende Belastungen in den aktiven Produktionsbereichen der Maxam Deutschland GmbH derzeit nur durch eine Oberflächenabdichtung gesichert werden, deren Abschluss für Ende 2014 vorgesehen ist.
Die Schadstofffahne im Grundwasser, deren Kernzone im Ortsteil Lehmbraken liegt, konnte eingegrenert werden. Eine Sanierung des weiträumigen Grundwasserbereichs ist aufgrund hydrogeologischer Gegebenheiten kurzfristig nicht realisierbar. Der Kreis Recklinghausen hat bereits im Jahr 2010 die Grundwasserförderung und -nutzung in einem bestimmten Bereich von Lehmbraken untersagt und dieses Verbot 2013 aufgrund neuer Erkenntnisse erweitert. Zur Sicherung wird das Grundwasser über Sanierungsbrunnen mittels Ozonbehandlung und Aktivkohle gereinigt und anschließend wieder auf dem Gelände versickert.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen wurden von der Grundstückseigentümerin, der Sythengrund Wasagchemie Grundstücksverwertungsgesellschaft Haltern mbH, getragen. Da ein verantwortlicher Verursacher nicht mehr existiert, ist die Haftung des Kreises als untere Bodenschutzbehörde von der Feststellung des Verkehrswertes der Flächen abhängig. Für die Fortführung der Maßnahmen nach Ende 2014 wurde ein Betrag von 300.000 Euro für den Haushalt 2015 beantragt.
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Dokumente
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- Anlage 1 als PDF öffnen ↗ 20141023110350