Bericht über die geplante weitere Nutzung der Deponie Löringhof in Datteln
✦ KI-Zusammenfassung
Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hat für die Sitzung des Ausschusses für Landschaftsplanung, Umweltfragen und Bauangelegenheiten am 9. September 2015 einen Tagesordnungspunkt zur geplanten weiteren Nutzung der Deponie Löringhof in Datteln beantragt.
Die Abfallentsorgungsgesellschaft Ruhrgebiet (AGR), die Betreiberin der Zentraldeponie Datteln Löringhof, beabsichtigt, noch nicht oberflächenabgedichtete Abschnitte der Deponie zur Verfüllung mit Abfällen der Deponieklasse 0 bis I zu nutzen. Ziel ist die Aufnahme von Boden, Bauschutt sowie Bodenmassen aus dem Kanalausbau. Geplant ist eine Überhöhung der derzeit zulässigen Höhe um bis zu 10 Meter, um ein zusätzliches Abfallvolumen von etwa 500.000 Kubikmetern zu schaffen. Die Verfülldauer wird auf einen Zeitraum von fünf bis sechs Jahren geschätzt. Als Grundlage für diese Planung dient eine Bedarfsanalyse des Umweltministeriums NRW, die für den Regierungsbezirk Münster einen weiteren Deponierungsbedarf ausweist.
Das Genehmigungsverfahren soll als Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Die Vorlage der Antragsunterlagen ist für Mitte 2016 vorgesehen, wobei Scoping-Unterlagen bis Ende 2015 bei der Bezirksregierung Münster eingereicht werden sollen. Im Rahmen des Verfahrens sind Fachgutachten zu Themen wie Artenschutz, Immissionsschutz, Verkehr und Klima sowie ein landschaftspflegerischer Begleitplan zu erarbeiten. Erste Gespräche mit Vertretern der Bezirksregierung Münster und der Stadt Datteln haben bereits stattgefunden. Die Verwaltung weist darauf hin, dass die AGR im August 2015 Informationsmaterial verteilt und zu einem Gespräch eingeladen hatte, dem jedoch nur zwei Bürger folgten.
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