Erfahrungsbericht Kreisleitstelle
✦ KI-Zusammenfassung
Die Berichtsvorlage 32/014 informiert den Kreistag über den aktuellen Status und die Funktionsweise der Kreisleitstelle im Kreis Recklinghausen. Nach einer einjährigen Aufschaltphase ist die Leitstelle seit Oktober 2002 im Vollbetrieb und bearbeitet jährlich etwa 80.000 Einsätze. Die Einrichtung erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Pflichtaufgabe gemäß dem Feuerschutz- und Hilfegesetz sowie dem Rettungsgesetz. Dabei sind neun kreisangehörige Städte an die Leitstelle aufgeschaltet, während die Stadt Marl eine eigene Einsatzzentrale betreibt, jedoch bei der Aufnahme von Handynotrufen vom Kreis unterstützt wird.
Die technische Ausstattung umfasst ein digitales Notruf- und Funkabfragesystem sowie ein Einsatzleitsystem mit grafischen Informationen zur schnellen Lokalisierung von Einsatzorten. Die Infrastruktur bietet verschiedene Arbeitsplätze für die tägliche Einsatzbearbeitung sowie spezielle Kapazitäten für die Abwicklung von Großschadenslagen. Zur Sicherstellung der Betriebsfähigkeit sind redundante Systeme, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und verschiedene Rückfallebenen für die Kommunikation implementiert.
Die Umsetzung der Leitstelle erfolgte durch die Integration in die neue Feuer- und Rettungswache der Stadt Recklinghausen. Trotz geringfügiger Verzögerungen bei der Bauausführung, bedingt durch die Verfügbarkeit von Zuwendungsmitteln aus der Feuerschutzsteuer, konnte der Zeit- und Kostenrahmen durch eine Projektgruppe aus Vertretern von Kreis und Stadt eingehalten werden. Die Leitstelle übernimmt neben der Alarmierung von Feuerwehren und Rettungsdiensten auch die Koordination von überörtlicher Hilfe und die Führungsinfrastruktur bei Massenanfall von Verletzten.
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