Förderung von Frauenberatungsstellen im Kreis Recklinghausen
✦ KI-Zusammenfassung
Die vorliegende Berichtsvorlage informiert über den aktuellen Stand der Förderung von Frauenberatungsstellen im Kreis Recklinghausen. Im Rahmen einer zweijährlichen Berichterstattung werden die Tätigkeiten der vier im Kreis ansässigen Beratungsstellen in Gladbeck, Recklinghausen, Herten und Marl dargestellt. Das Angebot umfasst allgemeine Frauenberatung sowie spezialisierte Leistungen zur Prävention und Hilfe bei sexualisierter Gewalt. Die Beratungsangebote richten sich an Frauen und Mädchen ab 16 Jahren und werden von qualifizierten Fachkräften durchgeführt.
Die Verwaltung berichtet über eine Veränderung der Beratungsintensität. In den Beratungsstellen Gladbeck und Recklinghausen ist ein erhöhter Zeitaufwand pro Einzelberatung festzustellen, was auf eine Zunahme von Gewalt in Beziehungen und damit verbundene Trennungsprozesse zurückgeführt wird. Die Beratungsstelle in Herten verzeichnete einen Anstieg der Fallzahlen im Bereich der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen von 17 im Jahr 2006 auf zuletzt 68 Fälle.
Hinsichtlich der Finanzierung werden die unterschiedlichen Trägerstrukturen und Förderquellen erläutert. Während die Einrichtungen in Gladbeck und Recklinghausen als Vereine Landesmittel erhalten, wird die Beratungsstelle in Herten durch das Diakonische Werk getragen. Der Kreis Recklinghausen bezuschusst die Beratungsstellen Gladbeck und Recklinghausen mit einem jährlichen Budget von 10.000 Euro, um die Differenz zwischen Landesförderung und Personalkosten zu decken. Die Beratungsstelle Herten erhält einen jährlichen Festbetrag von 31.000 Euro. Die Verwaltung empfiehlt, das jährliche Budget der Kreisförderung in Höhe von insgesamt 41.000 Euro beizubehalten.
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