Sanierung der Altlast der ehemaligen Dachpappenfabrik Dr. Kohl in Dorsten, Auf dem Beerenkamp 2
✦ KI-Zusammenfassung
Die Berichtsvorlage 70/185 befasst sich mit der Sanierung von Altlasten auf dem Gelände der ehemaligen Dachpappenfabrik in Dorsten, Auf dem Beerenkamp 2. Auf dem etwa einen Hektar großen Betriebsgelände kam es durch die frühere Verarbeitung von Teeröl zu Boden- und Grundwasserkontaminationen. Die Schadstoffe haben sich im Untergrund horizontal ausgebreitet und betreffen unter anderem angrenzende Gewerbeflächen, private Wohngrundstücke sowie ein nahegelegenes Bachareal. Der Kreis Recklinghausen stuft den Standort als Altlast ein und ist zur Durchführung der Maßnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr gesetzlich verpflichtet.
Nach Abschluss der Sanierungsuntersuchung wurde ein Plan für die weitere Sanierung und Sicherung erarbeitet. Der Schadensherd auf dem Betriebsgelände sowie auf einem Nachbargrundstück soll durch das Auskoffern belasteter Böden bis in eine Tiefe von etwa sechs Metern beseitigt werden. Im Bereich des Grundwasserabstroms ist der Aufbau einer Grundwassersanierung vorgesehen, um eine weitere Verunreinigung des Bachs zu verhindern.
Die Kosten für die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr werden auf etwa 2,26 Millionen Euro geschätzt, während für die Baureifmachung weitere 970.000 Euro veranschlagt sind. Der Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband übernimmt jeweils 80 Prozent der Kosten, während der Kreis Recklinghausen einen Anteil von 20 Prozent der Gefahrenabwehrmaßnahmen trägt. Für die Umsetzung der Baureifmachung ist eine Beteiligung der Stadt Dorsten vorgesehen. Damit die Sanierung rechtlich abgesichert ist, soll die Stadt Dorsten Eigentümerin des Grundstücks werden. Die Umsetzung der Maßnahmen wird ab dem Jahr 2010 erwartet.
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