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Berichtsvorlage

Untersuchung von Arsenbelastung in Böden im Dattelner Stadtgebiet

70/187 27.08.2009

✦ KI-Zusammenfassung

Im Rahmen der Erschließung des Bebauungsplangebietes „Hagemer Binsenheide“ sowie weiterer Untersuchungen im Bereich der Wiesenstraße im Stadtgebiet Datteln wurden im Oberboden stark erhöhte Arsenkonzentrationen festgestellt. Die Bodenproben wiesen Werte zwischen 20 und über 500 mg/kg auf, wodurch die Prüfwerte der Bundesbodenschutzverordnung für die Nutzung als Wohngebiet sowie für Kinderspielflächen überschritten wurden.

Die vorliegenden Bodenprofilbeschreibungen deuten darauf hin, dass die Arsenanreicherung auf natürlichen Ursachen beruht, wobei lithogenes Arsen über das Grundwasser in eisenreichen Gleyböden akkumuliert wird. Zur Eingrenzung der Gebiete mit potenzieller natürlicher Arsenanreicherung wurde das Institut für Stadtökologie und Bodenschutz beauftragt, vorhandene Informationsquellen auf Hinweise von Raseneisenerzen und Eisenanreicherungen im Niederungsgebiet des Dattelner Mühlenbaches und des Dümmerbaches zu prüfen.

Auf Basis der daraus resultierenden Karten sollen nun Bodenproben an 75 Standorten entnommen werden, um die Verdachtsmomente zu verifizieren und die Belastung durch Arsen, Cadmium, Blei und Zink zu untersuchen. Ziel ist die parzellenscharfe Konkretisierung relevanter Flächen. Die Kosten für die erste Untersuchungsstufe belaufen sich auf 30.000 Euro, wobei das Land Nordrhein-Westfalen eine Zuwendung von 80 Prozent übernimmt; der Kreis Recklinghausen trägt 6.000 Euro. Für eine zweite, von den Ergebnissen abhängige Stufe werden etwa 20.000 Euro geschätzt, ebenfalls unter Beteiligung des Landes. Der Kreis Recklinghausen führt diese Maßnahmen in seiner Funktion als untere Bodenschutzbehörde gemäß Bundesbodenschutzgesetz durch.

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