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Berichtsvorlage

Ablagerung von Gichtgasschlämmen in Herten-Süd

70/207 28.12.2010

✦ KI-Zusammenfassung

Die Berichtsvorlage 70/207 der Verwaltung befasst sich mit der Situation der Gichtgasschlammablagerungen im Bereich Herten-Süd. In den 1980er Jahren wurden durch die Bergbau AG Lippe Gichtgasschlämme auf Teilflächen im Gebiet Gelsenkirchen, Herne und Herten aufgetragen, wobei zwei Flächen auf dem Stadtgebiet von Herten liegen. Nach rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Herten und dem Kreis Recklinghausen wurde entschieden, dass die Schlämme vor Ort verbleiben dürfen. Eine entsprechende Ordnungsverfügung aus dem Jahr 1985 legte fest, die Ablagerungen mit Ton-, Lehm- und Bodenschichten zu bedecken sowie eine Drainage zur Erfassung von Sickerwasser einzurichten.

Aufgrund von Veränderungen im Bergsenkungsgebiet hat der Kreis Recklinghausen im Jahr 2008 eine Neubewertung der Situation veranlasst. Ein im Auftrag der Ruhrkohle AG erstelltes Gutachten empfiehlt eine Erweiterung des Grundwassermonitorings sowie zusätzliche Beprobungen von Oberflächenwasser und die Prüfung des Dränagesystems. Die durchgeführten Untersuchungen für die Jahre 2009 und 2010 sind abgeschlossen; die Auswertung der Ergebnisse steht noch aus.

Nach bisherigen Erkenntnissen konnte der Austrag löslicher Stoffe durch die Oberflächenabdichtung unterbunden werden. Festgestellte Schadstoffanreicherungen werden auf ältere Altablagerungen zurückgeführt. Für eine Messstelle auf Herner Stadtgebiet sind weitere Untersuchungen zur Klärung der Ursachen notwendig. Im Zuge einer künftigen Emscherrenaturierung müssen zudem die erforderlichen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen geprüft werden.

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