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Berichtsvorlage

Sanierung der Altlast der ehemaligen Dachpappenfabrik Dr. Kohl in Dorsten, Auf dem Beerenkamp 2

70/206 28.12.2010

✦ KI-Zusammenfassung

Die Berichtsvorlage 70/206 informiert über den aktuellen Stand der Sanierung der Altlasten auf dem Gelände der ehemaligen Dachpappenfabrik in Dorsten. Auf dem etwa einen Hektar großen Betriebsgelände kam es durch die frühere Verwendung von Teeröl zu Boden- und Grundwasserschäden, die sich horizontal auf angrenzende Gewerbeflächen, private Wohngrundstücke, eine Ackerfläche sowie einen Bach ausgebreitet haben. Der Kreis Recklinghausen stuft den Standort als Altlast gemäß Bundesbodenschutzgesetz ein.

Zur Sanierung besteht ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen dem Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV), dem Kreis Recklinghausen und der Stadt Dorsten. Der AAV übernimmt dabei 80 Prozent der Kosten, während der Kreis für die verbleibenden 20 Prozent zuständig ist. Die geschätzten Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf 3,2 Millionen Euro.

Der Beginn der Sanierungs- und Rückbauarbeiten verzögert sich jedoch aufgrund der aktuellen Eigentumsverhältnisse. Für die Durchführung der Maßnahmen durch den AAV ist ein Besitz der öffentlichen Hand erforderlich. Die Stadt Dorsten hat ein Zwangsversteigerungsverfahren beim Amtsgericht Dorsten beantragt, um das Grundstück zu erwerben und eine rechtssichere Umnutzung zu ermöglichen. Da der derzeitige Vertreter des ehemaligen Unternehmens einen Verkauf zu symbolischen Preisen ablehnt und die Stadt Dorsten zudem mit Forderungen des Grundstücks belastet ist, bleibt der rechtliche Prozess vorerst ungeklärt. Zwischenzeitlich werden für die Entwässerung des Areals Zwischenlösungen geplant.

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