Arsenbelastungen im Dattelner Süden und dem angrenzenden Waltroper Stadtgebiet.
✦ KI-Zusammenfassung
Im Rahmen eines immissionsschutzrechtlichen Gutachtens zum Neubau des EON-Kraftwerks in Datteln wurden Schwebstaub- und Staubniederschlagskonzentrationen ausgewertet. Die Auswertung der Daten aus den Zeiträumen zwischen 1994 und 2006 zeigt Überschreitungen der geltenden Immissionsgrenzwerte gemäß TA Luft sowie der ab 2012 einzuhaltenden Zielwerte der 22. BImSchV, insbesondere bei den Parametern Arsen und Cadmium.
Aufgrund der Anhaltspunkte für eine schädliche Bodenveränderung hat die untere Bodenschutzbehörde Bodenuntersuchungen auf Schwermetalle und Arsen beauftragt. Im ersten Schritt werden Kinderspielplätze sowie Kindergärten und Kindertagesstätten in einem Umkreis von etwa zwei Kilometern um eine Zinkhütte untersucht. Davon sind insgesamt fünf Kindergärten bzw. Kindertagesstätten und sieben Kinderspielplätze betroffen. Die Probenahmen in den Tiefenbereichen von 0 bis 2 cm und 0 bis 10 cm sind bereits im Gange; die Ergebnisse werden bis Ende August erwartet.
Parallel dazu wird ein Konzept zur Untersuchung von 50 Hausgärten sowie zehn Park- und Freizeitanlagen vorbereitet. Die Ergebnisse beider Untersuchungsphasen werden in einem zusammenfassenden Gutachten gebündelt, dessen Fertigstellung für November geplant ist. Die Kosten für die Untersuchungen belaufen sich auf etwa 50.000 Euro, wobei das Land Nordrhein-Westfalen 80 Prozent der Kosten übernimmt. Dem Kreis Recklinghausen entstehen dadurch Kosten in Höhe von 10.000 Euro. Das Vorgehen wurde mit der Bezirksregierung Münster, den Städten Datteln und Waltrop sowie dem Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen abgestimmt.
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